Immobilienfinanzierung – Praxisbeispiel Baulandfinanzierung

Ausgangslage

 

Eine neu gegründete Immobilienfirma beabsichtigt den Kauf eines Baulandgrundstückes, um darauf später – d.h. nach Erhalt einer rechtskräftigen Baubewilligung – eine Renditeliegenschaft mit Mietwohnungen zu erstellen und diese als Anlageobjekt in ihren Büchern zu halten.

Problemstellung

 

Aufgrund des jungen Firmenalters (erst gerade gegründetes Start-up) kann die Unternehmung keine bestätigten Vorjahreswerte (Abschlusszahlen) vorlegen und konnte in der Vergangenheit keine Gewinne erwirtschaften.

 

Bei der Finanzierung muss gemäß den geltenden Finanzmarktregulierungen die kalkulatorische Tragbarkeit sichergestellt und abgebildet werden können. 

 

Beim vorliegenden Finanzierungsgeschäft handelt es sich um ein Projektgeschäft. Das heißt, sollte aus irgend welchen Gründen die Baubewilligung nicht erteilt werden oder kann aus einem anderen Grund das gewünschte Haus nicht gebaut werden, fehlen die Mietzinseinahmen und der Kredit kann nicht verzinst und zurückbezahlt werden. Die Tragbarkeit kann nicht nachhaltig abgebildet werden. Die Banken haben den Antrag abgelehnt.

Lösung durch uns

 

Wir konnten zusammen mit einer Partnerbank von uns einen gangbaren Lösungsweg aufbauen, indem der Kunde ein sogenanntes Zinsdepot für die nächsten 3 Jahre hinterlegt. Mit diesem Zinsdepot konnte die kalkulatorische Tragbarkeit finanzmarktrechtlich korrekt sichergestellt werden und die Bank hat ihre regulatorischen Anforderungen an die Tragbarkeitsregeln erfüllt. Der Kreditantrag wurde bewilligt, obwohl die Firma noch keine Erträge erwirtschaftet.